Altersgrenzen bei Welpenkauf ?

  • bikerdoro

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo Michael,


    unter bestimmten Voraussetzungen spricht nichts dagegen,

    die aber für jeden gelten sollten, unabhängig vom Alter.


    Bin ich körperlich fit genug, um einen Welpen groß zu ziehen, samt Stubenreinheit (bei der man leider öfter Zeit auf dem Fußboden mit dem Wegwischen der Pipipfützen verbringt...:krrr:), Auslauf und Spiel?

    Ein Welpe muss immer sofort nach dem Schlafen, Spielen und Fressen raus, aber spätestens alle eineinhalb bis zwei Stunden, und das über mehrere Wochen.

    Den Welpen muss man noch nicht körperlich auslasten,

    aber mit einem Jahr kann ein Bolli, je nach Temperament, schon auch sehr quirlig sein.

    Auch die Erziehung kostet Zeit und einiges an Arbeit.

    Jeder Hund sollte die Grund-Benimmregeln für Hunde kennen und beherrschen.

    Bin ich in der Lage, ihm diese beizubringen?

    Wer kümmert sich um den Hund, wenn ich mal krank bin, vielleicht auch für längere Zeit?

    Wer übernimmt den Hund, falls mir etwas passiert?

    Kann ich die Kosten tragen, die eventuell bei einer schweren Erkrankung des Hundes auch mal in die Tausende gehen können?

    Ist mein Partner damit einverstanden, bzw, wenn ich allein bin, muss auch ein zukünftiger Partner mit dem Hund klar kommen.


    Ein Bolonka wird ca. 15 Jahre alt, du kannst dir am besten selbst ausrechnen wie alt du dann bist.

    Aber wenn du Unterstützung hast, warum nicht?

    Hier gibt es auch nicht mehr ganz so junge Hüpfer, die mit ihren Bollis sehr glücklich sind.<3


    Tatsächlich könnte es leider auch sein,

    das in etwa einem Jahr viele jüngere Bolonkas abgegeben werden,

    die jetzt während des Lockdowns unüberlegt angeschafft wurden.

    Wenn du dir das vielleicht auch vorstellen kannst?


    Auf jeden Fall ist ein Bolli ein treuer Gefährte, der dir viel Liebe schenken wird.


    Viele Grüße

    In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück,
    all mein Inneres, Krankes, Wundes heilt in seinem Blick.:liebesfahne:

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  • Hallo Michael,

    die Zahl des Alters sagt doch nichts aus.

    Es gibt alte 60 jährige und jung gebliebene 80 jährige.

    So ist das, wenn du wen in der Familie hast, der sich mal um die Maus kümmern kann, solltest du mal unpässlich sein, dann ist es doch ok.

    Ich sehe immer meine Schwiegermutter vor mir 94 Jahre tip top drauf also wenn du dich gesund und munter fühlst spricht doch nichts dagegen. Ganz liebe Grüße von Moni und Bonny

  • Das stimmt, als wir einen Hund gesucht haben, hat das Tierheim es abgelehnt einen 3 Jahre alten Jack Russel auf Grund unseres Alters ( 68 )

    an uns abzugeben.


    Ich bin sportlich und 3x die Woche zum joggen oder walken im Wald.


    Das fand ich auch nicht toll, aber es ist natürlich zu bedenken, das sich das ändern kann, ist bei jüngeren Menschen aber auch so.

    Auf der anderen Seite hat man viel Zeit für den Hund.

    Man muss nicht mehr arbeiten, deshalb hatten wir vorher keinen Hund.


    Gibt wie immer 2 Seiten einer Medaille.

  • hallo, ich denke immer sehr realistisch.

    Sich mit 72 Jahren einen Welpen zulegen finde ich nicht o.k.

    ABER :

    Es wäre in meinen Augen o.k., wenn es jemanden in der Familie gibt, der dich unterstützt. Sei es bei der Erziehung des Babys, oder beim Gassi laufen, wenn du mal aus gesundheitlichen Gründen nicht kannst. Wenn gesichert ist das sich jemand kümmert, wenn du ins KH musst.

    Bist du in der Lage mit dem Hund regelmäßig zum Friseur zu fahren und ihn zu pflegen, zu bürsten und kämmen ? Bist du in finanzieller Lage die Haltungskosten wie Steuern, Versicherung und Tierarzt zu bezahlen ? Wenn du das alles mit ja beantworten kannst, dann steht einem Welpen nix im Wege.

    Ansonsten würde ich mich eher für ein älteres Tier entscheiden. Vielleicht aus dem Tierheim oder dem Tierschutz . Auch ältere Hunde sind liebevolle treue und dankbare Wegbegleiter die es verdient haben ein liebevolles zu Hause zu bekommen.

    Bedenke, ein Welpe ist wild und macht am Anfang echt arbeit. Er braucht viel Geduld und Aufmerksamkeit. Liebe und Konsequenz in der Erziehung.

    Kannst du das Leisten ????

    Wie du dich entscheidest musst du für dich selbst wissen...ich finde es auf jedenfall ganz toll das du dir vorab Gedanken machst und dich informierst:bdh:

  • Als mein vorheriger Hund (Beagle Jenny) vor 9 Jahren gestorben ist war ich

    74 Jahre alt.

    Ich wollte aber nicht ohne Hund sein, hatte schon viele Jahre vorher immer Hunde

    und ich konnte mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen. Natürlich stand ich vor

    der gleichen Frage wegen dem Alter.

    Für mich war klar, daß ich auf keinen Fall einen Welpen nehmen werde, denn ich hatte

    schon auch immer die Überlegung, wie alt wird ein Hund, angenommen 15 Jahre, das

    war mir einfach zu riskant. Meine Kinder - alle berufstätig - wollte ich auf keinen Fall mit

    einkalkulieren.

    Also war für mich die Entscheidung:

    Ich suche einen kleinen Hund, den ich auch tragen kann wenn ich älter bin, falls er

    krank ist.

    Ich suche einen etwas älteren Hund, der (leider) eben etwas kürzer lebt.


    Über das Internet stieß ich dann auf eine Pflegestelle, welche Hunde aufnimmt und weitervermittelt. Dort war dann auch mein Phil, weil sein Frauchen verstorben war.

    Phil war damals 6 Jahre alt, ein quietschfideler Bolonkajunge. der mit so toll über den

    Verlust meiner Jenny hinweggeholfen hat. Ich bin immer noch davon überzeugt, daß da meine

    Jenny ihre Pfötchen im Spiel hatte.


    So, nun sind also 9 Jahre vorbei, Phil wird im August 15 Jahre alt. Er hört fast nichts mehr,

    hat Cushing Syndrom und es ist eben ein altes Männlein geworden. Ich selber merke

    ebenfalls die Jahre an ir selber. Ich würde heute einem jüngeren und lebhafteren Hund

    nicht mehr gerecht werden. Es ist aber jetzt noch gut so, wie es ist, alles eben ein bisschen

    ruhiger und langsamer. Wir sind ein gutes eingespieltes Team das sich blind versteht.


    Es ist aber ganz ganz wichtig, vorausschauend zu entscheiden. Ich würde es jedenfalls

    wieder so machen.

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    Und Jenny für immer im Herzen 14.03.1999 bis 30.06.2012:n17:

  • Hallo Michael,

    warum denn nicht, wenn du es dir zutraust einen Welpen groß zu ziehen.

    Vor der Entscheidung stand ich mit 50 Jahren. Auf Grund von Erkrankungen bin ich vorzeitig in Rente gegangen. Ich musste meinem Mann versprechen, das ich mir Leute suche, die sich um den Hund kümmern, wenn es mir nicht so gut geht oder ich im Krankenhaus bin, da er berufstätig ist.

    Ich habe zum Glück viele Leute um mich drum herum, sie sich zur Not um Hugo kümmern.

    Solche Leute solltest du dir auch suchen.

    Du siehst, es ist keine Frage des Alters, sondern der Organisation.

  • die Zahl des Alters sagt doch nichts aus.

    Es gibt alte 60 jährige und jung gebliebene 80 jährige.

    Das sehe ich auch so, allein vom Alter läßt sich die Frage nicht beantworten. Es gibt Leute die könnern mit 60 nicht mehr Treppen steigen, und andere, z.Bsp. 80-jährige fahren noch Fahrrad und gehen klettern usw. Man muß da wirklich jeden Fall einzeln betrachten. Wir haben auch schon Welpen verkauft, wo jemand im Rollstuhl gefesselt ist, aber da gibt es eine 2. und 3. Person im Haushalt die sich um den Welpen kümmern kann. Wenn das gesichert ist, dann steht einen Welpenverkauf nichts im Weg.

    Für alle Welpen die wir verkauft haben, steht auch die Option der Rücknahme, falls sich die Lebenssituation verändern sollte. In fast 30 Jahren haben wir 5 oder 6 Bollies zurückgenommen. Eine "Garantie" gibt es nicht, weder bei älteren, noch bei jüngeren Leuten, aber bei Bedarf sind wir immer für unsere Hunde da. ............

  • Allein die Zahl der gelebten Jahre kann nicht das entscheidende Kriterium sein. Wie schon mehrfach hier gesagt: Das Gesamtpaket muss stimmen - und das in JEDEM Alter. Wir sind 72 und 67 und trotz mehrjähriger ehrenamtlicher Tierschutzarbeit bekommen wir hier keinen Hund aus dem Tierheim. Aus deren Sicht nachvollziehbar. Auch viele Züchter winken direkt ab. So sind wir schließlich bei einer "Hobbyzüchterin" gelandet, die weder von Genetik noch vom Rassestandard wirklich Ahnung hat. Aber wenigstens hat sie Herz und unsere Heidi wurde gut aufgezogen.

    Bei uns haben Tochter und Schwiegersohn die Rolle des Backups übernommen. Sie wohnen fünf Minuten entfernt und haben eine Ratero-Hündin, ein zweiter Kleinhund wäre für sie kein Problem, wenn wir beiden Oldies irgendwann nicht mehr können sollten. Die Hunde kennen und mögen sich und wir wüssten unsere Heidi in den besten Händen.

  • Ja, es ist gut, wenn man jemanden im Hintergrund hat...


    Ich finde eigentlich Hunde für ältere Menschen ganz besonders empfehlenswert, weil sie

    dadurch fit bleiben. ;) Ich würde bestimmt nicht jeden Tag mindestens 2 Stunden durch die Gegend rennen, wenn ich keine Hunde hätte.


    Unsere geliebte Tara wird immer in unseren Herzen bleiben!




  • Unser Nachbar ist jetzt 82 Jahre.

    Hat vor 2 Jahren seinen irischen Wolfshund einschläfern müssen.

    Tochter meinte, er brauchte wieder einen neuen und schenkt ihm einen Welpen, auch ein irischer Wolfshund.

    Der Mann wohnt in einer mega Villa alleine und lässt Luna entweder in Garten kacken oder sie hinter Auto im Wald herlaufen.

    Da er selber nur sehr langsam mit Stock gebückt laufen kann.

    Finde es unmöglich, so ein großes Tier zu schenken. Ein kleiner schon etwas älterer Hund finde ich angebrachter.

    Hier regen sich alle darüber auf. Zumal er Luna immer frei laufen lässt. Sie ist lieb und verspielt aber wenn so ein großer Hund auf einen zugestürmt kommt, hat doch so mancher Angst, die sie nicht kennen.

    Ausserdem hat der Nachbar sie als Welpe mit Stachelhalsband und Elektrohalsband "erzogen".

    Und das als ehemaliger Tierarzt mit eigener Praxis 🤮

    Neulich ist sie zwischen ein Pferd gelaufen und getreten worden.

    Nicht nur für Pferd und Reiter gefährlich sondern auch für den Hund.

    Dann läuft sie zu einem anderen Nachbarn und kackt dort auf Wiese. Ich hätte ihm die Kacke in den Briefkasten gesteckt 🤮

    Eigentlich müsste man da mal das Veterinäramt/Ordnungsamt o.ä. hinschicken.🤨

    So ein großer Hund braucht artengerechte Bewegung....


    Meiner Meinung kann man sich im Alter einen Welpen holen.


    Allerdings eine kleine ruhigere Rasse und jemand aus Familie oder Freundeskreis die mit dahinter stehen und den Hund nehmen, falls Hilfe benötigt wird.

  • Als unsere Labradorhündi von uns gehen mußte, war ich 58 Jahre alt.

    Habe dann überlegt, daß ein weiterer größerer Hund auch 12 bis 14 Jahre alt wird und ich dann über 70 bin. Kann ich dann noch ca. 30 kg im Notfall tragen, wenn es meinem Hund mal nicht gut geht? Kann ich ihn noch halten, wenn er doch mal an der Leine zieht? Kann ich ihm noch den nötigen Auslauf bieten, wenn ich selber vielleicht nicht mehr so gut laufen kann?

    Deshalb habe ich mich für Bolonkawelpen entschieden.

    Für Notfälle ist gesorgt.

    Ich kann die Hunde problemlos tragen.

    Heute bin ich noch fit und laufe sehr gerne , viel und weit mit den Hunden.

    Sie werden gemeinsam mit mir älter und ruhiger.

    Sie sind sehr anpassungsfähig. Geht es mir mal nicht gut, kuscheln sie mit mir im Bett und bestehen nicht auf ihren Auslauf.

    Die Welpenzeit konnte ich mit 58 und 59 Jahren mit meinen beiden noch problemlos meistern.

    Auch wenn unsere Familie alleine 3 Mitglieder zählt und Tochter mit Familie und Enkel auch oft hier sind, sind es doch meine Hunde.

    Alter allein an Jahren spielt meiner Meinung nach auch nicht die größte Rolle. Alles Andere sollte bedacht werden.

    Allerdings erst mit 90 Jahren mit einem Welpen anzufangen, halte ich doch für sehr unüberlegt.